Alexandras Weblog

Juni 11, 2008

Ans Bett gefesselt…

Einsortiert unter: Nicht kategorisiert — alexaontour @ 11:35 pm

So da bin ich wieder :-) Was ist die letzten Tage so passiert… Nachdem ich am Freitag meine Schule für diese Woche beendet habe (übrigens mit einem Lob meines Lehrers, dass ich mich gut integriert hätte und man das Gefühl hat, ich wäre schon Wochen da), ging es zurück ins Guesthouse um für den anstehenden Abend vorzuschlafen. Nachdem ich allerdings einmal im Bett lag, fiel mir das Aufstehen verdammt schwer und ich wollte gar nicht mehr weggehen. Nachdem aber Chris, Jeffrey und auch Cohen (ich entschuldige mich schon jetzt, falls ich den Namen falsch geschrieben habe) auf mich eingeredet haben, habe ich mich doch noch überzeugen lassen das Nachtleben von Brisbane zu erkunden. Im Flur stießen wir auf unseren Australier Dooley, der mit einigen Freunden schon ordentlich vorgeglüht hatte und nun auch mit seinen Leuten los wollte. Dazu zwei Informationen: Erstens ist Dooley kein australischer Vorname. Normalerweise ist es der Nachname, den aber unser Australier lieber mag als seinen Vornamen Ashley :-D Zweitens muss man zu Australiern und Alkohol vermerken, dass der Großteil hier überhaupt nichts verträgt. Sie bewundern uns Deutsche, wieviel Bier wir doch trinken können :-) Somit kam es dazu, dass wir zusammen loszogen und den Zug in die Stadt nehmen wollten. Nachdem wir ein Stück gefahren waren, stellten wir fest, dass wir mit diesem Zug nicht ankommen würden, da dieser nur zwischen zwei Haltetstellen hin- und herzupendeln schien. Also stiegen wir wieder an der Haltestelle aus an der wir eingestiegen waren und begannen zu Fuß in die Stadt zu laufen (das war so eine Zeitverschwendung mit dem Zug!). Auf halber Strecke verloren wir allerdings unsere Aussies (worüber wir nicht allzu böse waren, da sie im betrunkenen Zustand sehr anstrengend sind) und begaben uns in die Down Under Bar. Dort trafen wir dann einige bekannten Leute und feierten ausgelassen bis wir gegen 2:30 Uhr beschlossen nochmal die Location zu wechseln. Nach einem kurzen Fußmarsch landeten wir schließlich im Victorys, wo wir bis gegen 3:15 Uhr der Livemusik lauschten. Ich machte mich dann mit Jeffrey und Chris wieder auf den Heimweg, wobei wir einen 10 minütigen Stopp einlegten um Opossums anzulocken und zu fotografieren. Auf halber Strecke fing es dann auch mal wieder mit regnen an, so dass wir gegen 3:45 Uhr klitschnass unser Guesthouse erreichten und endlich schlafen konnten.

Samstag traf ich mich am Nachmittag mit der Nadine, der Cousine von Kristin aus Leipzig, welche mir netterweise den Kontakt zu ihr hergestellt hat. Die Nadine lebt hier seit anderthalb Jahren mit ihrem Freund und konnte mir natürlich ein paar wertvolle Tipps geben. Nach einem kurzen Einkauf und einem Besuch bei Hungry Jacks (australisches Burger King) lief ich wieder nach Hause und ruhte mich etwas aus. Am Sonntag ging es nämlich früh auf eine Tour in den Springbrook National Park. Nach einer zweistündigen Fahrt in einem Minibus standen wir vor tropischem Regenwald und begannen den Ausflug mit unserem Führer. Vorher präparierten wir noch unsere Beine und Füße mit Anti-Blutegel Creme, da es hier nur so von den Dingern wimmelt.

Alle zusammen

Romantische Stimmung

Wir entdeckten Wasserfälle, tropische Vegetation und eine ganze Menge ausgefallener Pflanzen. Den Großteil der Zeit waren wir allerdings damit beschäftigt auf den Boden zuschauen um nicht vom Weg abzukommen, in Pfützen zu treten oder auf irgendwelche Lebewesen.

Wasserfall in Schlucht

Ich vorm Wasserfall

Spinnenlöcher gab es viele, aber glücklicherweise liefen uns die dazugehörigen Spinnen nicht über den Weg. Auch Schlangen konnten wir nur erahnen, beispielsweise lagen dort Vogelfedern herum, wo kurz vorher eine Phyton einen Kakadu verspeist haben muss… Nachdem wir tolle Aussichten genossen haben, ging es zurück nach Hause, wo wir erschöpft ankamen und erstmal entspannten. Da uns der Hunger mächtig quälte, beschloss die Hälfte von uns Pizza zu bestellen. Nach drei Anrufen und ewig langer Wartezeit konnten wir uns endlich vollfuttern und abhängen. Kurz danach ging es schon ins Bett, da ja einige schon wieder gegen 3:45 Uhr aufstehen wollten, um das Deutschlandspiel zu sehen. Also quälten sich Andreas, Chris, Jeffrey, Manuel und ich uns früh aus den Betten um den langen Weg in die Stadt anzutreten. Nach einer halben Stunde Fußmarsch und großer Vorfreude kamen wir pünktlich 10 Minuten vor Spielbeginn in der Bar Pig’n'Whistle an. Diese ist anscheinend die einzige, welche alle EM-Spiele live überträgt. Es war brechend voll mit Deutschen, Aussies und ein paar einsamen Polen, die aussahen, als ob sie sich verirrt haben ;-)

Fußball

Ich kam mir vor wie in Deutschland und auch die Nationalhymne wurde kräftig mitgesungen. Meine vier männlichen Begleiter die mit mir da waren, waren übrigens etwas traurig, dass es kein Bier gab (Fußball ohne Bier wäre wie Sex ohne Frau). Da die Bar nämlich nach außen offen ist, dürfen hier nach 2 Uhr keine alkoholischen Getränke mehr ausgeschenkt werden. Bei öffentlichem Alkoholgenuss drohen nämlich echt hohe Strafen. Nachts ist es hier im Winter übrigens genauso warm wie bei uns nachts im Sommer. Mit einem Siegeslächeln auf den Lippen gingen wir nach dem Spiel nach Hause und setzten uns an den Frühstückstisch, denn mittlerweile war es bei uns 7:15 Uhr morgens und wir hatten frei, da hier in Australien der Queens Day gefeiert wird.

Fußball

Der Vormittag verlief etwas lahm… keine kam so richtig aus dem Knick und gegen Mittag beschlossen Jens, Jörg, Andreas, Jeffrey und ich zum DFO zu fahren. Der DFO hier in Brisbane ist ein riesiger Outlet mit bestimmt über 50 Läden von Billabong, Quicksiler, Roxy, Ripcurl, Converse, Puma, Esprit bis hin zu Villeroy&Boch. Die Sachen kosten hier ungefähr ein Viertel von dem in Deutschland. Aufgrund der Freigepäckgrenze, meinem erst knapp einwöchigem Aufenthalt und Budgetgründen hielt ich mich zurück und erstand nur eine Tasche für mein Schulzeug, welches ich bislang in einem Beutel herum schleppte :-) Eins steht aber fest: Ich muss da unbedingt nochmal hin und Klamotten kaufen! Nach dieser Shoppingtour fuhren wir mit dem Auto weiter in den Brisbane Forest um noch ein bisschen die Landschaft zu erkunden bevor es dunkel wird. Weit kamen wir nicht mehr, da hier die Sonne gegen 16:45 Uhr verschwunden ist und die Nacht einsetzt. Zurück im Guesthouse ging ich gleich ins Bett um mich von dem anstrengendem Tag zu erholen. Irgendwie ging es mir gar nicht gut und ich hatte ganz schöne Hals- und Kopfschmerzen. Wie nicht anders zu erwarten, war ich natürlich den nächsten Tag krank. Seit drei Tagen liege ich bereits im Bett und hoffe, dass es besser wird. Einen Vorteil hat das Ganze: Ich musste die Woche noch gar nicht zur Schule :-)

See you guys!

4 Kommentare »

  1. Hey Alex. Klingt ja alles ganz spannend :) ) Ich wünsch dir gute Besserung! Und nicht so viel Alkohol trinken, das schont die Abwehrkräfte ;) Aber sicher bist du im Moment schon wieder beim EM Spiel der Deutschen in der Kneipe, was?
    Viele Grüße aus Le, Andreas

    Kommentar von Andreas K. — Juni 12, 2008 @ 3:40 pm

  2. hey maus!!!! was esprit kostet dort nur n viertel vom deutschen preis????????????? wahnsinnn!!! ich sag dir wir gehen da einkaufen und ich lass meine klamotten aus dtl in aussiland ;-)
    knutscha

    Kommentar von äpple ändi — Juni 14, 2008 @ 10:43 am

  3. Liebe Alex,

    ich schicke dir einen ganz dicken, lieben Gruß ans andere Ende der Welt und wünsche dir gute Besserung. Freu mich hier immer neues von dir zu lesen!
    dicker Drücker!

    Kommentar von Heike — Juni 15, 2008 @ 2:16 pm

  4. Hallo Liebe Alex,
    die Fotos sind ja der Hammer.
    bin echt neidisch auf dich.
    Ich hoffe es geht dir wieder gut!
    Bei uns ist alles im Lot(im heißen und schwülen Freiburg)

    Bussi

    Kommentar von Chris Junold — Juni 25, 2008 @ 1:54 pm


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