Alexandras Weblog

Juni 5, 2008

Die ersten Tage in der Schule

Einsortiert unter: Nicht kategorisiert — alexaontour @ 11:19 am

Heya guys! (Heya = Hello you!)

Montag früh ging es zum ersten Mal in die Schule. Nachdem ich mal wieder dank des Jetlags nur wenige Stunden geschlafen hatte und auch schon 6 Uhr aufstehen musste, begab ich mich bei strömendem Regen auf meinen Schulweg zur Language International School (LSI). Zum ersten brauche ich für diesen Weg über 30 Minuten und zum zweiten kann man den Regen hier nicht mit normalem in Deutschland vergleichen. Aber ich versuche es kurz….ich glaube in Deutschland haben wir das Wort STURMFLUT!!! ;-) Man kann sich kaum vorstellen, wie es hier abging. Das Wasser floss in Bächen die Straßen herab und man war in weniger als 20 Sekunden trotz Schirm komplett durchgeweicht. Sogar meine wasserabweisende Jacke schaffte es nicht. Das einzige was standhielt waren meine Stiefel und der Regenschutz meines Rucksacks.

Also stapfte ich pitschnass den Weg entlang und wäre am liebsten umgekehrt. Trotz des Regens laufen hier alle so herum, als würden sie gleich zum Strand gehen. Shorts, T-Shirt und „thongs“ (australisches Wort für FlipFlops) sind hier ganz normal. In der Schule angekommen, musste ich erstmal auf meinen Einstufungstest warten. Der bestand darin einen Lückentext mit den fehlenden Wörtern auszufüllen sowie ein Essay über meine Heimatstadt zu schreiben. Des Weiteren wurde ich noch von einer Lehrerin zu den verschiedensten Themen interviewt. Nachdem dieser Teil endlich überstanden war, gab es einen kleinen Rundgang, in dem die Regeln der Schule erklärt wurden. Nach einer Mittagspause im Aufenthaltsraum (draußen regnete es immer noch) ging es dann zu meinem Business English Kurs. Diese Woche ist das Thema Ethik aktuell. Beim Kurs schlief ich natürlich fast ein und so war ich froh, dass ich 15 Uhr endlich nach Hause konnte.

Was für ein Scheiß-Tag war das nur?! Glücklicherweise gesellten sich alle bei uns abends zusammen und tranken unerlaubterweise Bier (wir dürfen hier keinen Alkohol konsumieren!). Also setzte ich mich entspannt zu den anderen, unterhielt mich sehr nett, planten ein paar Ausflüge und der Tag sah schon besser aus.

Mein Zimmer

Am Dienstag stand ich wieder total müde auf. Zum einen konnte ich immer noch nicht richtig schlafen und zum andern war es auch abends recht spät geworden. Da wir nicht schon wieder im Regen versinken wollten, stand unser Physiotherapeut und ebenfalls ehemaliger LSIler Andreas extra früh auf um einige von uns mit dem Auto zur Schule zu chauffieren. Nun lernte ich zum ersten Mal meinen Kurs kennen, der aus circa 10 Leuten besteht. Dazu muss ich sagen, dass ich in den Upper Intermediate Kurs eingestuft worden bin, welcher an der Schule abgesehen vom Cambridge-Examens Kurs der höchste zur Zeit ist. Ich war nun von Leuten aus fünf verschiedenen Nationen umgeben und war sehr überrascht, wie gut die Asiaten hier Englisch sprechen können. Auch schon am Montag unterhielt ich mich mit einer Taiwanesin und staunte über deren Vokabelwissen. Die Leute in meinem Kurs hatten es aber auch nicht nur vokabelmäßig echt drauf, sondern kamen auch super mit der Grammatik zurecht. Boah, war das hart da wieder reinzukommen…ich fühlte mich wie in der Kursstufe bei meiner ehemaligen Englisch-Lehrerin Frau Bachmann. Nur leider bin ich jetzt schlechter als früher ;-) Mein Lehrer der Chris gab mir auch gar keine Schonzeit und bezog mich gleich voll in den Unterricht ein. Nach wie vor habe ich Zweifel, ob der Kurs nicht zu schwer ist für mich, aber ich warte mal noch eine Woche ab, bevor ich mich entscheide, ob ich mit runterstufen lasse. Denn verstehen tue ich alles, sowohl die Texte als auch das Gesprochene. Mir fehlt es nur beim Sprechen an dem nötigem Vokabelwissen, was ich die nächsten Wochen aber trainieren werde und wenn ich dafür Listen auswendig lernen muss. Immerhin sind die anderen in meinem Kurs auch schon zwischen zwei und sechs Monaten da.

Nachdem die Schule gegen 15 Uhr wieder aus war (und ich muss sagen, das reicht auch…das nächste mal nehme ich anstatt 30 Stunden nur 24) traf ich mich mit Jens und Jörg, welche sowohl auf die LSI gehen als auch bei mir im Guesthouse wohnen, um eine Tour mit der City Cat zu machen.

Jens und Jörg auf der City Cat

Die City Cat ist eine sehr schnelles Schiff, welches hier wie ein Bus bloß auf dem Wasser funktioniert. An vielen Stellen des Brisbane Rivers existieren Anlegestellen und die Leute hier nutzen es als ganz normales öffentliches Verkehrsmittel, da es sehr schnell ist.

Nachdem wir über eine Stunde in den Sonnenuntergang gefahren waren, begaben wir uns müde und hungrig zurück zum Guesthouse.

Die Alex auf der City Cat

Nach einem leckerem Essen (schmeckt hier echt gut) fuhr ich noch mit Andreas, Sandra und dem Chris zum Supermarkt um unsere Vorräte aufzustocken. Chris und Andreas entdeckten an der Kasse rote Nasen passend zum Red Nose Day und kamen aus dem Lachen nicht mehr raus. Also an alle Jungs: Schaut euch bitte mal die Nasen genauer an und sagt mir, wie das aussieht! Kleiner Tipp: Es ist natürlich was anzügliches und es verstehen angeblich nur Männer ;-)

Gestern und heute ist nicht viel passiert. Schule habe ich irgendwie überstanden und bin auch jedes mal gleich nach Hause gegangen. Wenn so schönes Wetter wie heute ist, dann macht der Schulweg auch echt Spaß, da es mitten durch tropisches Gebiet geht und man viele verschiedene Vögel, Echsen und Fische beobachten kann.

Schulweg durch die QUT

Schulweg durch den Botanischen Garten

In der Mittagspause war ich heute anstelle von Subway mal bei WW, Woolies oder Woolworth wie wir sagen würden und besorgte für meinen Nachmittags-Kurs ein paar Kekse und Schokolade (ist hier Tradition). Eigentlich wollte ich auch noch Waschmittel besorgen, aber ich konnte mich vorm Regal vor lauter Lachen nicht entscheiden. Es gab tatsächlich so lustige Namen wie Fluffy, Cuddly und Huggie und das dann jeweils mit dem Teddybär (Kuschelweich) oder einem Küken drauf. Echt süß!!! :-) Nur die Preise hier haben es echt in sich. Gerade Kosmetikprodukte wie Duschbad, Creme etc. kosten hier das Doppelte. Und auch die normalen Lebensmittel bekommt man nicht gerade zum Schnäppchenpreis.

Jetzt bin ich erstmal wieder vollgefuttert und werde ich mich mal noch an meine Hausaufgaben setzen…Juhuu…Ich fühl mich voll in die Schulzeit zurückversetzt aber halt nur mit einem Fach am Tag: Englisch!!!

G’Day (Have a good day!)

1 Kommentar »

  1. Heya,
    wenn ich die Fotos so sehe werde ich richtig neidisch und und bekomm Lust auf Urlaub.
    Liebe Grüße aus Leipzsch,
    Frank

    Kommentar von Franky — Juni 9, 2008 @ 7:09 am


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